Hallo liebe Leser von Kaisa Pekkala. Ich bin euer Gastautor für heute, und ich freue mich, dass ich hier schreiben darf. Hoffentlich gefällt’s euch und der Gastgeberin, obwohl ich fürchte, dass mein kleiner Beitrag an Nachdenklichkeit nicht ganz mithalten kann mit den letzten, die hier im Blog erschienen sind. Aber es ist eben eine kleine Sache, die mich persönlich gerade beschäftigt. Und passt damit vielleicht doch gut hierher:
In der Nähe meiner Wohnung gibt es eine relativ stark befahrene Kreuzung, an der ich auf dem Weg zur Arbeit links abbiegen muss. Die Ampel, die dort für Leute wie mich zuständig ist, funktioniert fast immer tadellos. Aber ab und zu – vielleicht einmal in zwei Monaten – macht diese Ampel etwas sehr Ärgerliches: Sie bleibt rot. Viel länger als sie sollte. Während alle anderen Autos an der Kreuzung fahren, anhalten, fahren, anhalten, stehe ich dann dort und kann im Rückspiegel der Schlange hinter mir beim Wachsen zusehen.
Es vergehen zwei Minuten, vier, sechs und schließlich sind es acht, und ich ärgere mich dreifach: Weil ich es eigentlich eilig habe – hat man ja immer irgendwie -, weil es furchtbar langweilig ist, da zu stehen und die Ampel anzustarren, und weil ich mir drittens saublöd dabei vorkomme, diesen dämlichen Hut zu grüßen, mich aber andererseits nicht traue, einfach bei Rot zu fahren, weil ich weiß, dass das richtig teuer werden kann und ein Fahrverbot nach sich zieht. Außerdem ist es zurzeit glatt, und – wie gesagt – viel Verkehr. Man könnte also nicht mal einen Unfall ganz ausschließen.
Irgendwann wird sie dann doch grün, oder ich entscheide mich, geradeaus zu fahren und einen Umweg in Kauf zu nehmen. Und frage mich dann, was man jetzt macht. Eigentlich sollte ich vielleicht irgendwo anrufen, aber ich weiß nicht mal, wo. Und sogar wenn, ich kann mir das Gespräch schon ziemlich detailliert vorstellen:
“Hallo, hier ist Gast Blogger, ich wollte eine Ampelfehlfunktion melden.”
“Guten Tag, worin besteht bitte die Fehlfunktion?”
“Naja, die Ampel ist rot.”
“Das ist normal, machen Sie sich keine Sorgen.”
“Ja, aber sie wird gar nicht grün.”
“Ja, das kommt mir auch immer so vor.”
“Nein, so meine ich das nicht! Ich habe auf die Uhr gesehen! Es waren fast zehn Minuten.”
“Manchmal ist die Rotphase eben etwas länger.”
“Ich will mich aber nicht beruhigen!”
“Nun be- oh. Naja, sehen Sie, was soll ich denn da jetzt machen? War die Ampel eben mal etwas länger rot.”
“Ich bin nicht verrückt!”
“Ich verstehe schon. Können Sie mir bitte Ihre Adresse geben, Herr… äh, Blogger, wir schicken dann jemanden, der Ihnen hilft.”
Naja. Man darf im Auto ja sowieso nicht telefonieren.
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Vielen Dank liebe/r Gastblogger/in für diesen Beitrag :)
Hier hat Muriel übrigens die Liste aller Teilnehmer veröffentlicht.



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